dai.guru soll unser bestehendes ERP-System schrittweise durch ein KI-gestütztes System ersetzen. Dabei unterstützt die KI nicht nur einzelne Anwender, sondern organisiert auch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Software.

Die tägliche Arbeit der Kunden liefert dafür den entscheidenden Impuls. Über E-Mail oder Telegram können sie Anforderungen, Rückmeldungen, konkrete Aufgaben und auch einfache Fragen an GURU senden. Dank des zentral verfügbaren Systemwissens, der Dokumentation und der Quelltexte kann GURU viele Fragen direkt beantworten. Aus neuen Anforderungen entstehen nachvollziehbare Änderungsvorschläge, die entwickelt, dokumentiert und in einer sicheren Testumgebung geprüft werden.

Entwicklung

Zentrale GURU-VM

Systemwissen · Quellcode · Compiler · Dokumentation · GitHub

Keine Kundendaten
Änderungspaket ↓ Testergebnisse ↑

Prüfung

Kundenspezifische TEST-VM

Eigener KI-Testagent (Claude oder Codex) · automatische Tests · Dokumentation

Nur Testdaten
Freigabe durch den Systemadministrator ↓

Produktivbetrieb

Abgesperrte Kundeninstallation

Bestehendes ERP-System · reale Geschäftsdaten · kontrollierte Installation

Keine direkte KI-Änderung
Daten bleiben in ihrer jeweiligen Ebene. Nur geprüfte Änderungspakete und dokumentierte Ergebnisse werden weitergegeben.

Der Weg von der Anforderung zur neuen Funktion

1. Fragen und Kundenanforderungen als Ausgangspunkt

Die Kunden arbeiten wie gewohnt mit ihrem ERP-System. Die Kommunikation mit GURU kann über E-Mail oder Telegram stattfinden. Dabei muss nicht jede Nachricht eine neue Entwicklungsaufgabe sein: Kunden und Administratoren können GURU auch Fragen zur Bedienung, zu Abläufen, Datenstrukturen oder zum Verhalten des Systems stellen. Wobei Berechtigungen geklärt werden müssen.

GURU nutzt sein Wissen über die jeweilige Installation sowie die vorhandene Dokumentation und den Quellcode, um solche Fragen fundiert zu beantworten. Erkennt GURU dabei einen Fehler, eine fehlende Funktion oder einen Verbesserungsbedarf, kann daraus ein dokumentierter Änderungsvorschlag für den Entwicklungs- und Testprozess entstehen.

So entwickelt sich das System nicht an der Praxis vorbei, sondern gemeinsam mit den tatsächlichen Anforderungen der einzelnen Installationen weiter.

2. Die zentrale GURU-VM

Die GURU-VM ist die zentrale Entwicklungs- und Wissensumgebung. Dort stehen die benötigten Informationen, Quelltexte, Werkzeuge und Compiler zur Verfügung. GURU analysiert neue Anforderungen, entwickelt Lösungsvorschläge und erstellt die dazugehörigen Tests und Dokumentationen.

Alle Änderungen werden versioniert in GitHub-Repositories gespeichert. Dadurch bleiben Quellcode, Entscheidungen und die Entwicklungsgeschichte jederzeit nachvollziehbar.

3. Eine Test-VM pro Installation

Für jede Kundeninstallation existiert eine eigene virtuelle Testmaschine. Sie bildet die jeweilige Arbeitsumgebung mit Testdaten nach, enthält jedoch keine produktiven Kundendaten. Kann aber auch beim Kunden ein Freigegebene PC sein.

Auf jeder Test-VM/PC arbeitet eine eigene KI-Instanz, Claude oder Codex. Dieser KI-Testagent ist ausschließlich für die Umgebung des jeweiligen Kunden zuständig. Er kennt deren Konfiguration, Besonderheiten und Testabläufe und koordiniert dort die Installation und Prüfung der von GURU entwickelten Änderungen.

Der KI-Testagent führt die vorgesehenen Tests mit Testdaten aus, erkennt Abweichungen, dokumentiert die Ergebnisse und meldet sie an die zentrale GURU-VM zurück. Schlägt ein Test fehl, geht die Lösung mit den gesammelten Informationen zurück an GURU und wird weiterbearbeitet. Die produktive Installation bleibt dabei unverändert.

Die kundenspezifische KI entscheidet nicht selbst über eine Veröffentlichung. Sie bereitet die technische Prüfung und deren Dokumentation vor; die Freigabe für das Produktivsystem bleibt beim zuständigen Systemadministrator.

4. Entscheidung beim Kunden

Erst wenn die Prüfungen erfolgreich abgeschlossen sind, wird der zuständige Systemadministrator des Kunden informiert. Er erhält die Ergebnisse und entscheidet, ob und wann die neue Funktion in der produktiven Umgebung installiert wird.

Grundprinzipien

  • Praxisgesteuert: Reale Anforderungen der Kunden bestimmen die Weiterentwicklung.
  • Direkt erreichbar: Fragen und Aufgaben können per E-Mail oder Telegram an GURU übermittelt werden.
  • Wissensgestützt: GURU beantwortet Systemfragen mithilfe von Dokumentation, Installationswissen und Quellcode.
  • Zentral koordiniert: GURU bündelt Wissen, Werkzeuge, Entwicklung und Dokumentation.
  • Kundenspezifisch geprüft: Jede Test-VM besitzt einen eigenen KI-Testagenten für genau diese Kundenumgebung.
  • Nachvollziehbar: Jede Änderung wird in GitHub versioniert und dokumentiert.
  • Sicher getestet: Neue Funktionen durchlaufen zuerst die passende Kunden-Testumgebung.
  • Kontrolliert freigegeben: Keine Änderung gelangt ohne Entscheidung des Systemadministrators in den produktiven Betrieb.

So entsteht ein lern- und entwicklungsfähiges ERP-System, das sich laufend an neue Anforderungen anpasst, ohne Kontrolle, Testbarkeit und Nachvollziehbarkeit aufzugeben.